Auf einen Blick
Bei glänzenden Oberflächen wird die Form der sichtbaren Reflexion zu einem wesentlichen Gestaltungsmittel.
Erst schauen, dann mehr Lampen aufstellen
Drehe das unbeleuchtete Produkt langsam vor der Kamera und beobachte, welche Flächen sich darin spiegeln. Ein Fenster, ein heller Studiobereich oder deine Kleidung kann sichtbarer sein als das gesetzte Licht.
Arbeite mit klaren weißen und schwarzen Flächen. Ihre Größe, Position und Kante können eine Flasche oder ein Gehäuse definieren, ohne das gesamte Motiv gleichmäßig hell zu machen.
Quelle: ARRI / Bill Holshevnikoff ↗
Vom sauberen Produkt zur kontrollierten Reflexion
- Produkt reinigen und den Bildausschnitt samt Kamerastandpunkt fixieren.
- Eine große Reflexfläche einrichten und ihre Kontur beobachten.
- Dunkle Karten für Trennung und Kanten setzen.
- Etikett oder Anzeige separat lesbar machen, ohne die Formreflexe zu zerstören.
- Alle Teile der Serie mit konsistenter Referenz aufnehmen.
Was ein Polfilter nicht ersetzt
Ein Polfilter kann bestimmte Reflexionen auf nichtmetallischen Flächen beeinflussen, aber nicht jede Spiegelung entfernen. Auf direktem Metall funktioniert das nicht wie bei Glas oder lackierten Oberflächen. Der Filter verändert zudem Lichtmenge und mitunter Farbwirkung. Teste das tatsächliche Material.
Für ein Compositing müssen Kamera, Produkt und Perspektive zwischen den Teilaufnahmen stabil bleiben. Dokumentiere, welche Aufnahme welchen Bildteil liefern soll.
QUELLEN & VERTIEFUNG
Quellen zum Vertiefen.
Quellen und weiterführende Fachinformationen zu diesem Thema. Die praktischen Schritte sind redaktionelle Empfehlungen und müssen zu deinem Projekt passen.
Quellen zuletzt geprüft am 16. September 2026. Funktionsumfang, Firmware und Softwareversion vor dem Einsatz prüfen.