RAW, Log und fertiger Look: die Unterschiede

Warum RAW kein Synonym für Log ist und ein flaches Bild noch kein fertiges Grading darstellt.

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Auf einen Blick

RAW beschreibt einen Aufnahme- und Verarbeitungsweg. Log beschreibt eine Tonwertkodierung. Beide Begriffe beantworten andere Fragen.

RAW ist nicht gleich unkomprimiert

RAW-Formate erhalten Informationen für die spätere Bildentwicklung. Sie können komprimiert sein und sich darin unterscheiden, welche Verarbeitung schon in der Kamera stattfindet. Blackmagic RAW verlagert beispielsweise einen Teil des Demosaicing in die Kamera. Prüfe den konkreten Decoder und die verfügbaren Regler in deiner Software.

Quelle: Blackmagic Design ↗

Log braucht die richtige Darstellung

Log verteilt Helligkeitswerte nach einer kamerabezogenen Kurve. Das Bild wirkt auf einem gewöhnlichen Display ohne passende Umwandlung oft flach. ARRI LogC3 und LogC4 sind unterschiedliche Kodierungen; die passende Transformation muss zum Material passen.

Quelle: ARRI ↗

So legst du den Weg fest

  1. Aufnahmeformat, Gamut und Transferfunktion notieren.
  2. Festlegen, ob der Look nur im Monitor oder auch in der Aufzeichnung angewendet wird.
  3. Originalmaterial mit der richtigen Eingangstransformation öffnen.
  4. Erst danach Kontrast, Haut und Look beurteilen.
  5. Den Ziel-Farbraum für die Ausgabe getrennt festlegen.

Häufiger Irrtum

Auch RAW kann vollständig verlorene Bildinformationen nicht wiederherstellen und Fehlfokus oder fehlendes Licht nicht nachträglich ausgleichen.

QUELLEN & VERTIEFUNG

Quellen zum Vertiefen.

Quellen und weiterführende Fachinformationen zu diesem Thema. Die praktischen Schritte sind redaktionelle Empfehlungen und müssen zu deinem Projekt passen.

Quellen zuletzt geprüft am 16. September 2026. Funktionsumfang, Firmware und Softwareversion vor dem Einsatz prüfen.