Log richtig belichten: erst messen, dann gestalten

Warum „immer zwei Blenden heller“ keine verlässliche Regel ist.

PDF-Download nach Angabe deiner E-Mail-Adresse.

Auf einen Blick

Nutze Messhilfen passend zur tatsächlichen Signaldarstellung. Schütze wichtige Lichter und gib relevanten Schatten genügend Licht.

Welche Darstellung misst du?

Ein Waveform-Monitor zeigt Signalwerte. Seine Interpretation hängt davon ab, ob es das Log-Signal oder ein bereits transformiertes Bild ist. Auch False-Color-Grenzen sind nicht bei jedem Monitor gleich. Prüfe diese Zuordnung, bevor du daraus eine Belichtungsentscheidung ableitest.

Log-Kurven wie LogC3 und LogC4 unterscheiden sich. Ein einzelner Grauwert oder eine Belichtungskorrektur ist deshalb nicht über alle Kameras hinweg übertragbar.

Quelle: ARRI ↗

Ein praktikabler Belichtungstest

  1. Kameramodus, Empfindlichkeit und Monitoring festlegen.
  2. Gesicht oder Produkt mit relevantem Hintergrundkontrast einrichten.
  3. Wichtige helle Flächen und einzelne Farbkanäle auf Clipping prüfen.
  4. Schatten bei der später vorgesehenen Normalisierung beurteilen.
  5. Testclip durch den echten Farbworkflow schicken und notwendige Reserven dokumentieren.

Wann heller aufnehmen sinnvoll sein kann

Mehr tatsächliche Belichtung kann Schatten sauberer machen, solange relevante Lichter nicht verloren gehen. Gleichzeitig verändert jede Blenden-, Shutter- oder Lichtanpassung das Bild. Bei einem Glasprodukt kann die Erhaltung einer feinen Reflexkante wichtiger sein als maximal helle Schatten.

QUELLEN & VERTIEFUNG

Quellen zum Vertiefen.

Quellen und weiterführende Fachinformationen zu diesem Thema. Die praktischen Schritte sind redaktionelle Empfehlungen und müssen zu deinem Projekt passen.

Quellen zuletzt geprüft am 16. September 2026. Funktionsumfang, Firmware und Softwareversion vor dem Einsatz prüfen.